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Das baden-württembergische Technik-Museum Technoseum kann in Mannheim besucht werden. Es steht am Beginn der Autobahn MA-HD 656 an der Augusta-Anlage. Das TECHNOSEUM ist neben dem Deutschen Museum in München und dem Deutschen Technikmuseum in Berlin eines der drei großen Technikmuseen in Deutschland. Nutzung: Museum, Objektsammlung, Bibliothek und Archive, Veranstaltungsort - Wechselausstellungen.


Das Thema Arbeit spielt in der Dauerausstellung eine wichtige Rolle: Im „arbeitenden Museum“ finden verschiedene Vorführungen statt. Beginnen mit

  • Lithografie in der Druckabteilung auf Ebene B über die
  • Arbeit in einer Weberei oder
  • die Papierherstellung auf Ebene C bis zur
  • Automatischen Fertigung oder
  • der Dampfmaschine auf Ebene F

können die Besucherinnen und Besucher verschiedene historische Produktionsformen und Arbeitsbedingungen am originalen Objektensemble kennenlernen.

Die museumseigene Dampflok startet ebenfalls stündlich zu Ausfahrten in den nächtlichen Museumspark.


Während der Langen Nacht steht das TECHNOSEUM im Zeichen der Sonderausstellung „Durch Nacht zum Licht? Die Geschichte der Arbeiterbewegung 1863 – 2013“.

Die Ausstellung läuft seit Anfang Februar und endet am 25. August 2013. Zum 150. Jahrestag der Gründung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ widmet das TECHNOSEUM dem Thema eine umfassende Ausstellung, die einen Überblick über die gesellschafts- und sozialpolitische Entwicklung der vergangenen 200 Jahre gibt.

Die Ausstellung zeigt über 500 Exponate von mehr als 70 Leih­gebern – unter anderem Handschriften von Karl Marx, Karl Liebknechts Gehrock, den Haftbefehl gegen Erich Honecker sowie eine Guy-Fawkes-Maske der Occupy-Bewegung.

Von der Druckpresse bis zum Industrieroboter kann man anhand verschiedener Maschinen und Arbeitsbedingungen nachvollziehen, wie sich die Arbeitsabläufe im Laufe der Zeit veränderten und eine organisierte Arbeiterbewegung entstand. 800 Qua­drat­meter Ausstellungsfläche geben Zeugnis der bewegten Vergangenheit der Arbeiterbewegung.


Steckbrief

Ausstellungsfläche ca. 8000 Qua­drat­meter

Eigentümerin: Land Baden-Württemberg und Stadt Mannheim

Erbauerin: Land Baden Württemberg, vertreten durch Staatliches Hochbauamt Mannheim

Architektin: Prof. Dipl. Ing. Ingeborg Kuhler, Berlin

Bauzeit / Umbauten: 1985-1990, 2008/2009

Das Technoseum steht in der Oberrheinischen Tiefebene. Gehört zum Stadtkreis Mannheim


Es hieß bis Ende 2009: Landesmuseum für Technik und Arbeit

Mediengeschichte: Telefon, TV, Smartphone und Co Bearbeiten

Seit Juli 2018 ist im Technoseum die Ausstellungseinheit „Mediengeschichte – Vom Morsezeichen zum Emoji“ zu sehen. Mediengeschichte ist wichtiger Bestandteil der Sozialgeschichte. Über 700 Ausstellungsobjekte zeigen Zusammenhänge.


Die Präsentation beginnt zeitlich in der Mitte des 18. JahrhundertsBearbeiten

12 Stationen führen in der ständigen Ausstellung im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim durch die wissenschaftlich-technische Entwicklung in der Kurpfalz in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor. Besonders das Wirken des Kurfürsten Carl Theodor steht hier im Mittelpunkt: er gründete die Kurpfälzische Akademie der Wissenschaften, er förderte die Mannheimer Sternwarte, die Manufakturen des Landes - kurz, der Ausstellungkatalog, der hier kurz vorgestellt werden soll, führt 20 wissenschaftliche und karitative Einrichtungen auf, die bereits unter Carl Theodor gegründet worden sind.

  1. Kurfürst Carl Theodor als Förderer der Wissenschaften


1830 entstand der Telegraf

1870 gab es erste Telefoniegeräte

„Das Fräulein vom Amt“ gehörte noch zur Alltagswelt der Menschen in dieser Zeit. ::Die Schnelligkeit der Übertragung von Nachrichten beschleunigte sich enorm – vom Postreiter zur Telegrafenleitung.

1900 bis 1945 - Vom Funken zum RundfunkBearbeiten

Das Radio, in Gestalt der Volksempfänger
Schallplatten als Tonkonserven
Die Tonaufzeichnung auf Magnetband kommen in die Wohnzimmer
Auch der Propaganda war damit die Tür in die Wohnungen geöffnet

1945 bis 1980 kommt es zur Konkurrenz zwischen Radio und Fernseher Bearbeiten

Zunächst erst zur allmählichen Verbreitung der Fernseher

1952: Beginn des Fernsehens, Geräte werden neues Familienmitglied, das den Feierabend bestimmt, bilden eine neue … / ersetzen Familie 📺

1954: zur Fußball-Weltmeisterschaft gab es die ersten Fernsehübertragungen

Weil es zunächst kaum Privathaushalte mit Fernseher gab, kam man zum „Rudelgucken“ in die Kneipen und vor die Schaufenstern der Elektro-Geschäfte
Fernsehschränke wurden modern: Fernseher, Radio, Plattenspieler und Bar in einem Schrank

1980 bis heute: die digitale Medienwelt Bearbeiten

um 1980/1990: erste Personal-Computer wie Commodore C 64, MS-DOS, Apple
das Handy erscheint in den Wohnungen u Büros
und plötzlich ist man weg, man ist drin: im Internet (dank Telefonleitung und Zeitungen u Rundfunksendern, die ihre Inhalte nun so schneller als mit der Zeitung verbreiten)
das Handy erobert den Menschen - es ist mehr als ein 📞 ohne Kabel, es kann überall dabei sein
das Smartphone 📲 und das Tablett verknüpft die Medien. Auf dem Smartphone-Bildschirm sieht man mehr als nur mit einem Mobiltelefon, oder den Augen auf dem TV-Gerät 📺
e-Mail, SMS, facebook, Twitter, Whatsapp - das Smartphone wird zur Fernbedienung von ...

Ausstellungsmacher Bearbeiten

(viele Stücke aus der eigenen Sammlung, aber auch aus Beständen des benachbarten SWR und des Deutschen Rundfunkarchivs Berlin. Die Ausstellung wurde kuratiert von Anke Keller. Herausragende Objekte sind das älteste erhaltene Magnet-Tonband K 2 von AEG aus dem Jahr 1936 oder auch der rote Knopf, mit dessen Drücken Willy Brandt 1967 medienwirksam in Deutschland das Farbfernseh-Zeitalter einläutete. Zwei Jahre wurde an dem neuen Ausstellungsbereich getüftelt. Die Kosten belaufen sich auf circa 1,3 Millionen Euro.)

Gebäude Bearbeiten

Wer in Ma die Autobahn verlässt sieht noch vor der ersten Kreuzung auf der rechten Seite ein modernes Bauwerk, bei dem irgendetwas nicht stimmt. Es gibt schiefe Ebenen, wo wir Waagrechte erwarten.

Große, einander durchdringende Räume, ungewöhnliche und starke Perspektiven, Rampen, riesige Fensterflächen und gestufte Raumhöhen waren und sind für ein Museum ungewöhnlich. Daran schließen sich die Gebäude des SWR, früher SDR, an.

Geschichte des Museums Bearbeiten

  • Januar 1978: das Konzept für ein Museum „für Technik und Erfindungen“ wird im Ministerrat von Baden-Württemberg behandelt.
  • Februar 1980: Beschluss des Landtags zum Museumsstandort in Mannheim.
  • Ab 1980: Aufbau des Sammlungsbestandes
  • September 1981: Beschluss des Mannheimer Gemeinderates zum Standort, der eine Verlegung des Maimarktgeländes bedeutete.
  • April 1985: Grundsteinlegung.
  • September 1985: Billigung des unter Federführung Dr. Lothar Suhlings erarbeiteten Ausstellungskonzeptes durch den Landtag.
  • März 1986: Beginn der Rohbauarbeiten.
  • September 1990: Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme und Eröffnung.
  • Seit 2004: die ständige Ausstellung wird durch naturwissenschaftlich orientierte Experimentierstationen, die Elementa genannt werden, erweitert.
  • 2009: Renovierung der Fassaden und Erweiterung der Sonderausstellungsfläche.
  • 2010: Umbenennung in TECHNOSEUM
  • Juli 2018: die neue Ausstellungseinheit „Mediengeschichte“ wird gezeigt


Weitere Medien Bearbeiten

  • Webseite des TECHNOSEUMs (www.technoseum.de)
  • Broschüre des Finanzministeriums Baden Württemberg: Landesmuseum für Technik und Arbeit, Ein Projekt der staatliche Hochbauverwaltung, 1990.
  • Ausstellungskatalog, hrsg. vom Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, Mannheim 2001.

Die Ausstellung „Schöne schlaue Arbeitswelt“ konnte bis 29. März 2015 besucht werden.


Siehe auch Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

u.a.:

  • Hubert Krins, Michael Goer, Leo Schmidt: Brücke, Mühle und Fabrik. Technische Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Industriearchäologie in Baden-Württemberg, Band 2. Hrsg.: Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim; Theiss-Verlag, 1991. 230 Seiten. ISBN 978-3-8062-0841-2
  • David Böhm, Ondřej Chrobák, Rostislav Koryčánek und Martin Vaněk: “Wie kommt die Kunst ins Museum? Über die Arbeit von Museen und Galerien.“ Aus dem Tschechischen übersetzt von Lena Dorn. Rauch-Verlag, 2018. 72 Seiten, ISBN-13 978-3-7920-0368-8.


Weblinks Bearbeiten