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Postkarte Aheim vor 1941

Adelsheim, Luftaufnahme des historischen Ortskerns, Bestand zum Teil bis heute erhalten

Postkarte Aheim Hauptstr vor 1941

Detail Hauptstraße an der Rathausecke (re)

Adelsheim liegt im NOK.







Beschreibung des Ortsbildes


Zopf449

Das Ortswappen (ein Zopf oder ein Gehörn)





Örtl. Idustrie und techn. Anlagen

  • Wasserbau
  • Elektrizität
    • Alte Mühle
    • Städt. E-Werk


  • Eisenbahn
    • Bahnhöfe
    • Strecken, -bauwerke
    • S-Bahn


  • Straßenbau
    • B 292-Umgehung Adelsheim-Osterburken-BAB-Anschluss (von Norden, von Zimmern her kommend). Der Eckenbergtunnel ist seit Freitag für Verkehr frei. Auf dem ersten Teilabschnitt der B-292-Umgehung Adelsheim hat vierwöchiger Probebetrieb begonnen. 13.05.2017


GeschichteBearbeiten

Der Ort, der bereits 779 unter dem Namen Adaloltesheim erstmals in einer Schenkung an das Kloster Fulda urkundlich erwähnt. Er gelangte nach mehrfachem Besitzwechsel Mitte des 13. Jahrhunderts in den Herrschaftsbereich der Herren von Dürn (Wertheim, Walldürn, Bödigheim usw.). Um diese Zeit trat auch ein Ortsadel auf, die Herren von Adelsheim, deren Veste 1338 erwähnt wurde. Sie umgaben den Ortskern mit einer Wehrmauer, die eine Voraussetzung für das Stadtrecht war.  Kaiser Karl IV. erhob im Jahr 1374 Adelsheim zur Stadt

Bereits im Jahre 779 wurde die Siedlung, welche auf eine über 1200-jährige Geschichte zurückblicken kann, urkundlich erwähnt. 1374 erhob Kaiser Karl IV. den malerischen Ort im Herzen des Baulands, wo Seckach und Kirnau usammenfließen, zur Stadt. Im Jahre 1806 wurde die Stadt Teil des Großherzogtums Baden. Zuvor prägte das ortsansässige Adelsgeschlecht der Freiherren von Adelsheim über ahrhunderte hinweg den Ort. Von 1828 bis 1936 war die Stadt Amtssitz eines adischen Bezirksamts.

  • 779 - Erste urkundliche Erwähnung als Adaloltesheim
  • 1347 - Erste gesicherte Nennung von Burgk und Statt Adoltzheimb
  • 1374 - Verleihung der Stadtrechte durch Kaiser Karl IV. an die Ritter von Adelsheim
  • 1489 - Beginn der Bauarbeiten an der Jakobskirche mit Friedhof und Grabkapelle der Herren von Adelsheim nördlich der Stadt
  • 1504 - Bau des Oberschlosses
  • 1556 - Einführung der Reformation durch die Ortsherren
  • 1606 - Bau des Adam’schen Schlösschens
  • 1619 - Bau des heutigen Rathauses als Gasthaus Zum güldenen Hirschen
  • 1630 - Pestjahr in Adelsheim – 300 Tote, Massengrab an der Jakobskirche
  • 1648 - Zum Ende des 30-jährigen Krieges ist die Stadt nahezu entvölkert
  • 1688 - Im Franzosenkrieg wird die Stadt Adelsheim in weiten Teilen erneut zerstört
  • 1733 - Die Burg zu Adelsheim wird durch einen Brand zerstört und als ländlicher Herrschaftssitz in den Folgejahren durch Baumeister J. Riescher wieder aufgebaut
  • 1766 - Bau der heutigen evangelischen Stadtkirche
  • 1799 - Bau des Gasthauses Linde als eines der ersten Gebäude außerhalb der Stadtmauer

Bis 1803 im Besitz der Reichsritter. Anschließend kam es zum neuen Großherzogtum Baden, wo es 1828 Sitz eines Bezirksamtes für das Gebiet des südlichen Baulandes wurde. 

  • 1806 - Adelsheim kommt, nachdem die Stadt kurzzeitig bayerisch und dann württembergisch war, zum Großherzogtum Baden
  • 1828 - Die Stadt Adelsheim wird Sitz eines badischen Bezirksamtes
  • 1839 - Die Stadt Adelsheim erwirbt das Gasthaus Zum güldenen Hirschen als neues Rathaus
  • 1848/1849 - Bauernaufstand in der Umgebung von Adelsheim mit Sturm auf das Schloss der Freiherren
  • 1863 - Gründung einer gewerblichen Fortbildungsschule
  • 1864 - Die Stadt Adelsheim wird Sitz eines Amtsgerichts
  • 1865 - Ein Brand zerstört 42 Gebäude
  • 1866 - Bau der württembergischen Bahnlinie Jagstfeld - Osterburken
  • 1867 - Beendigung der Bauarbeiten an der badischen Strecke Heidelberg – Würzburg (Neckartalbahn)
  • 1871 Freiwillige Feuerwehr erhält unter dem damals neu erbauten Schulhaus Geräte-Räume
  • 1875 - Gründung des Bauländer Boten, der Zeitung für den Amtsbezirk Adelsheim
  • 1925 - Eingemeindung der Weiler Hergenstadt und Wemmershof
  • 1936 - Der Amtsbezirk Adelsheim wird dem Kreis Buchen einverleibt. Adelsheim wird Sitz eines der größten Wasserwirtschaftsämter in Baden
  • 1958 - Schulhaus-Neubau auf dem Eckenberg (ca.)
  • 1965 - Feuerwehrgerätehaus
  • 1971 - Eingliederung der Gemeinde Leibenstadt
  • 1973 - Seit der Verwaltungsreform gehört die Stadt Adelsheim zum neu entstandenen Neckar-Odenwald-Kreis
  • 1975 - Vereinigung der Stadt Adelsheim und der Gemeinde Sennfeld
  • 1979 - Rekonstruktion eines ehemaligen Stadtturms zur 1200-Jahrfeier
  • 1999 - Abriss des Alten Schulhauses und Bau des Neuen Rathauses


Rotes KreuzBearbeiten

Die Adelsheimer können für sich in Anspruch nehmen, einen der ältesten „Roten Kreuz Vereine“ in Deutschland im Jahre 1859 gegründet zu haben. Die Anregung zu dieser Gründung gab die Großherzogin Luise von Baden, als am 15. Juni 1859 sich zunächst in Adelsheim ein Frauenverein gründete, der u.a. zum Vorläufer einer weltweiten „Rot-Kreuzbewegung“ werden sollte. Dessen Leitung übernahm die Ortsadlige, Freifrau Katharina von Adelsheim, bis zum Jahre 1880.

FFWBearbeiten

Ebenfalls eine frühe Gründung im sozialen Sektor folgte auf einen Großbrand im Ortszentrum, in der Seestadt am 14. September 1865, bei dem 41 Familien obdachlos wurden. Nach diesem verheerenden Brand waren sich die Bürger des Städtchens einig, eine Freiwillige Feuerwehr Adelsheim zu gründen. Nach einer alten Aufzeichnung versammelten sich am 26. Okt. 1865 zahlreiche Personen im Rathaus, wo man zunächst über einen Statutenentwurf diskutierte, der schließlich auch angenommen wurde. „An diesem Tag traten 65 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr bei. 1871 konnte die Gemeinde ihrer Freiwilligen Feuerwehr unter dem damals neu erbauten Schulhaus für die Gerätschaften Räume zur Verfügung stellen. Bei diesen Räumen blieb es bis in die 1960er Jahre.

Außergewöhnlich ist dabei die Tatsache, dass es im Jahre 1867 in Adelsheim schon eine eigene Feuerwehrmusik gab, was dem Zusammenleben in dem Ort sicher viel Schwung gab. Denn im Repertoire war von Anfang nicht nur die damals unvermeidbare Marschmusik. Am 28. März 1877 kam es absermals zur Gründung der Feuerwehr in Adelsheim. An diesem Tag traten 80 Mitglieder der Wehr bei und auch die Feuerwehrmusik wurde wieder ins Leben gerufen. Ebenso am 13. März 1903. Fahrzeuge


  • Florian Adelsheim 1/50 - VRW
  • Florian Adelsheim 1/19 - MTW
  • Florian Adelsheim 1/44 - LF 20/16
  • Florian Adelsheim 1/45 - LF 16-TS


Also eine Feuerwehr mit unterschiedlichen Gründungsdaten und Abteilungen in den Stadtteilen. Aktuell zählt die Freiw. Feuerwehr-Abteilung Adesheim-Mitte 33 Kameraden in der aktiven Wehr.

Nach dem Ort benannte Straßen, Wegkreuze, :

Abzweig Adelsheim Nord

Abzweig Adelsheim Nord Osterburken

Adelsheimer Gässle Schliengen

Adelsheimer Straße Mannheim

Adelsheimer Straße Osterburken

Adelsheimer Straße Roigheim

Adelsheimer Weg Schefflenz

Am Adelsheimer Hof Nassau

Ortsumgehung Adelsheim

 

Literatur, Weblinks, Medien



  • Stadt Adelsheim (Hrsg.): 1200 Jahre Adelsheim 779 bis 1979. Adelsheim, 1979.
  • Kurt Andermann (Hrsg.): Die Urkunden des Freiherrlich von Adelsheim'schen Archivs zu Adelsheim (Regesten) 1291 - 1875. Verein Bezirksmuseum Buchen, Buchen 1995.
  • H. Fontaine (Bearb.): Der Amtsbezirk Adelsheim nebst geschichtlichen Notizen. Mit einer Karte des Amtsbezirkes. Tauberbischofsheim 1900.
  • Albert Rückert: Die Herren von Adelsheim und Herren zu Wachbach. 2017
  • Albert Rückert Geschichte erschienen von Adelsheim


Zu den vielen Siedlungen in A. siehe auch

www - Weblinks Adelsheim Bearbeiten